Unser Urmitz
Das Gebiet der heutigen Gemeinde Urmitz gehört zu den ältesten dauerhaft besiedelten Plätzen Deutschlands. Beim Bimsabbau in der Nähe des Ortes wurde ein grosses, ca. 1250x 800 Meter messendes unterbrochenes Erdwerk der jungneolithischen Michelsberger Kultur entdeckt. Um 1900 wurden bei Ausgrabungen Pfahlreste einer römischen Brücke gefunden, die mit dem Rheinübergang der Truppen Julius Caesars im Jahre 53 v.Chr., welchen dieser in seinem Werk „ De Bello Gallico“ erwähnt, in Zusammenhang gebracht werden.
Urkundlich wurde das fränkische Königsgut Auromoncium 754 erstmals erwähnt. Es gelangte durch eine Schenkung Kaiser Heinrichs II, 1022 in den Besitz des Bamberger Domstifts. Später kam der Ort an das Kurfürstentums Trier, 1815 an die preußische Rheinprovinz. Seit 1946 gehört Urmitz zur Verbandsgemeinde Weißenthurm des Landes Rheinland-Pfalz.
Die Pfarrei des Ortes ist seit 1204 urkundlich belegt. Die heutige St.Georgskirche stammt aus dem Jahr 1772, das Pfarrhaus aus dem Jahr 1810.
Am 14.8. 1930 erfolgte die Umbenennung von Urmitz-Dorf in Urmitz-Rhein.
Zeit nach dem 2. Weltkrieg:
Im 2. Weltkrieg musste Urmitz 58 gefallene Soldaten, 39 Vermisste sowie 8 getötete Zivilisten beklagen.
Politische Entwicklung:
- 28.4.1945 Treffen mit Militärregierung: Neuer Ortsbgm. Lorenz Hoffend
- 1946 1. Demokratische Gemeinderatswahl ( 939 Wahlberechtigte )
CDP ( spätere CDU ) 468 Stimmen, SPD 341 Stimmen
(Ratsverteilung 5/3)
Neuer Ortsbürgermeister Peter Häring CDP,
1. Beig. Anton Helf (CDP)
Die Hauptaufgabe damals war das rechtzeitige Ausliefern von
Kartoffeln, die Beschaffung von Brennholz sowie
Wohlfahrtsangelegenheiten
Bei den nachfolgenden Wahlen im Gemeinderat waren überwiegend nur CDU und SPD dort vertreten, zwischen 1952 und 1974 auch eine Freiwilligen Wählergruppe. Bis 1994 regierte in Urmitz eine CDU-Mehrheit, seit diesem Zeitpunkt eine SPD-Mehrheit.
Urmitzer Ortsvorsteher/Bürgermeister nach 1945:
1945-1946 Lorenz Hoffend
1946-1973 Peter Häring
1973-1994 Erich Oden
1994-2009 Manfred Kuhn
Seit 2009 Norbert Bahl
Bei den Wahlen zum Bundestag seit 1945 lag die CDU zwischen 35% und 69%, die SPD zwischen 25% und 52%
Besondere Daten:
1916 | Bau Kronprinz-Wilhelm-Brücke |
1926 | Schulneubau |
16.8.1935 | Gemeindewappen verliehen |
15.9.1935 | Eisenbahnhaltepunkt Urmitz-Rheinbrücke (der Eisenbahnhaltepunkt wurde nach langjähriger Stillegung in 2007 wieder in Betrieb genommen) |
9.3.1945 | Sprengung der Urmitzer Eisenbahnbrücke |
28.4.1946 | Erstes Kirmesfest nach dem 2. Weltkrieg |
Dez. 1948 | Neues Stahlglockengeläut für die Kirche |
1958/1959 | Neubau Sportplatz |
1963 | Abwasserkanalisation |
1972 | Neubau Sporthalle/1999 Renovierung |
1980 | Partnerschaft mit der französischen Stadt Les Noes |
1.7.1988 | Rheindörferstrasse im Bereich Urmitz |
1989 | Neubau Feuerwehrhaus |

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